JFG U15: Defensiv stark – 0:0 nach turbulenter Schlussphase
- Jens Boller
- Oktober 11, 2026
- 8:31 p.m.
- U15
- Spielbericht
Im vierten Saisonspiel der Kreisliga Würzburg empfingen wir mit der JFG Maindreieck Süd einen der stärkeren Gegner unserer Liga. Nach unserem Aufstieg bot die Partie eine weitere Gelegenheit, unseren Leistungsstand zu überprüfen und zu zeigen, wie wir uns gegen spielstarke Mannschaften behaupten können. Am Ende stand ein 0:0, das dem Spielverlauf insgesamt gerecht wurde. Nach der turbulenten Schlussphase blieb dennoch ein bitterer Beigeschmack.
Im Vorfeld hatten wir Maindreieck Süd sogar noch etwas stärker eingeschätzt. Die Gäste bestätigten ihre spielerische Qualität und kamen auf geschätzte 60 Prozent Ballbesitz. Über weite Strecken kontrollierten sie das Geschehen, ohne daraus jedoch nennenswerte Torgefahr zu entwickeln.
Ein entscheidender Faktor war erneut unsere Viererkette. Lars Neuner und Sandro Hofmann im Zentrum sowie Gustav Renn und Tim Hofstötter auf den Außenbahnen waren in den direkten Duellen kaum zu überwinden und entschieden gefühlt 90 Prozent ihrer Zweikämpfe für sich. Dank ihres guten Stellungsspiels und konsequenten Verteidigens ließen sie den gegnerischen Angreifern nur wenig Raum.
Die einzige wirklich gefährliche Torchance der Gäste entstand bereits in der ersten Halbzeit. Nach einem Eckball kam ein Spieler von Maindreieck Süd am Elfmeterpunkt zum Abschluss und setzte den Ball per Drehschuss hoch auf unser Tor. Finn Stenger reagierte jedoch stark und verhinderte mit einer sehenswerten Parade den Rückstand. Es blieb die einzige klare Möglichkeit der Gäste während der gesamten Partie.
Probleme bei den Abständen und im Spielaufbau
Nicht optimal funktionierten an diesem Tag unsere Abläufe im Spielaufbau sowie die Abstimmung zwischen den Mannschaftsteilen. Immer wieder waren die Abstände zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff zu groß. Dadurch entstanden Räume, die es uns erschwerten, nach Ballgewinnen kontrolliert nach vorne zu spielen und längere Ballbesitzphasen aufzubauen.
Wenn wir kompakt standen und die Abstände stimmten, begegneten wir Maindreieck Süd auf Augenhöhe und konnten auch spielerisch mithalten. Wurde die Mannschaft jedoch auseinandergezogen, bekamen wir zunehmend Probleme. Die entstandenen Lücken mussten wir mit großem Laufaufwand schließen. Das kostete Kraft und erschwerte es zusätzlich, nach Ballgewinnen selbst gefährliche Angriffe zu entwickeln.
Vor allem bei der Laufbereitschaft und den abgestimmten Bewegungsabläufen besteht daher noch Verbesserungspotenzial. Wir müssen wieder konsequenter als geschlossene Einheit agieren, unsere Wege verkürzen und unsere spielerischen Möglichkeiten besser nutzen.
Trotz dieser Schwierigkeiten verteidigten wir konzentriert und verhinderten, dass die Gäste ihren größeren Ballbesitz in klare Torchancen ummünzen konnten.
Eine turbulente Schlussphase mit zwei großen Möglichkeiten
Drei Minuten vor dem Ende kam es zum großen Aufreger. Felix Boller behauptete den Ball gegen zwei Gegenspieler, setzte sich durch und spielte anschließend einen perfekt getimten Pass in die Tiefe auf Matti Hatalak. Dieser lief allein auf den gegnerischen Torwart zu und verwandelte souverän zur vermeintlichen 1:0-Führung.
Die Freude währte jedoch nur kurz. Nach einem lautstarken Abseitsruf von der gegnerischen Trainerbank entschied der Schiedsrichter auf Abseits und erkannte den Treffer nicht an. Aus unserer Sicht war diese Entscheidung äußerst fragwürdig und sorgte entsprechend für Unmut.
Kurz darauf folgte die nächste große Möglichkeit. Max Siegler spielte einen sehenswerten Steckpass auf Finni Scholten, der über die linke Seite durchbrach und allein auf das gegnerische Tor zulief. Ausgerechnet beim Abschluss, der normalerweise zu seinen Stärken zählt, fehlte ihm diesmal jedoch die nötige Ruhe. Sein Schuss ging am Tor vorbei, und damit war auch die nächste Chance auf den Sieg vergeben.
So verrückt kann Fußball sein: Über weite Strecken hatte Maindreieck Süd mehr Ballbesitz und bestimmte das Spiel, doch am Ende hätten wir die Partie sogar mit 2:0 gewinnen können. Angesichts des gesamten Spielverlaufs wäre ein solcher Erfolg zwar nicht unbedingt verdient gewesen, doch wenige entscheidende Aktionen können den Ausgang einer Partie maßgeblich beeinflussen.
Schließlich blieb es beim torlosen Unentschieden.
Fazit
Das Unentschieden geht insgesamt in Ordnung, auch wenn nach der turbulenten Schlussphase durchaus mehr möglich gewesen wäre. Als Aufsteiger bleiben wir nach vier Spielen ungeschlagen und weiterhin ohne Gegentor.
Gleichzeitig hat die Partie gezeigt, in welchen Bereichen wir uns noch verbessern müssen. Gegen spielstarke Gegner kommt es darauf an, über die gesamte Spielzeit kompakt aufzutreten und unsere eigenen Stärken konsequenter einzusetzen.
Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt uns allerdings nicht. Bereits am Dienstag wartet im Nachholspiel mit Kreis Karlstadt der aktuelle Tabellenführer. Dort bietet sich uns die nächste anspruchsvolle Gelegenheit zu zeigen, dass wir auch gegen die Mannschaft an der Tabellenspitze bestehen können.
U15 – Interne Torschützenliste:
| Rang | Spieler | Tore |
|---|---|---|
| 1 | Paul Przyklenk | 1 |
| 1 | Finni Scholten | 1 |
| 1 | Max Siegler | 1 |
| 1 | Felix Boller | 1 |
























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